Die 3-2-1-Backup-Regel zu Hause umsetzen
Werbehinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Die meisten Datenverluste zu Hause sind vermeidbar. Die 3-2-1-Regel ist der bewährte Kompromiss aus Sicherheit und Aufwand:
- 3 Kopien der Daten (das Original plus zwei Backups),
- auf 2 verschiedenen Medientypen,
- davon 1 Kopie außer Haus (offsite).
Warum jede Zahl wichtig ist
Eine einzelne Sicherung kann während des Backups selbst korrumpieren oder von Ransomware mitverschlüsselt werden. Zwei Medientypen schützen vor medienspezifischen Fehlern (eine ganze SSD-Serie mit Firmware-Bug, ein defektes NAS-Netzteil). Die Kopie außer Haus schützt vor Feuer, Wasser, Einbruch und Blitzschlag — Ereignissen, die alle Geräte an einem Ort gleichzeitig treffen.
Ein konkretes Setup für den Haushalt
| Rolle | Umsetzung |
|---|---|
| Kopie 1 (Original) | Daten auf Laptop/PC und Handy |
| Kopie 2 (lokal, anderes Medium) | NAS oder Mini-Server, automatisch per Nacht-Sync |
| Kopie 3 (offsite) | verschlüsseltes Cloud-Backup oder rotierende USB-Platte beim Nachbarn/Büro |
Kopie 2: lokales Backup
Ein NAS zieht sich per Zeitplan die Daten von den Endgeräten. Wichtig: Versionierung aktivieren, damit man auch eine Datei von vor zwei Wochen zurückholen kann, nicht nur den letzten Stand. Für den Foto-Berg vom Handy gibt es Apps, die automatisch aufs NAS sichern.
Kopie 3: außer Haus
Zwei praktikable Wege:
- Cloud-Backup mit Client-seitiger Verschlüsselung. Die Daten werden auf dem eigenen Gerät verschlüsselt, bevor sie hochgeladen werden. Der Anbieter sieht nur verschlüsselten Datenmüll.
- Zwei externe Festplatten im Wechsel. Eine liegt außer Haus, die andere wird aktualisiert; alle paar Wochen tauschen. Günstig, aber es hängt an der Disziplin.
Automatisieren, sonst passiert es nicht
Ein Backup, das man manuell anstoßen muss, wird vergessen. Alles, was geht, per Zeitplan laufen lassen und den Status per E-Mail oder Messenger melden lassen. Einmal im Monat einen kurzen Blick auf die Logs.
Restore testen — das vergisst fast jeder
Ein Backup ist erst dann ein Backup, wenn man einmal erfolgreich daraus wiederhergestellt hat. Zweimal im Jahr:
- Eine zufällige Datei aus dem lokalen Backup zurückholen und öffnen.
- Eine Datei aus der Offsite-Kopie zurückholen.
- Prüfen, ob die Versionierung wirklich alte Stände enthält.
Mindestausstattung
- Ein NAS oder ein Mini-Server mit einer zweiten Platte für die lokale Kopie.
- Eine externe SSD oder HDD für offsite, besser zwei zum Rotieren.
- Optional eine USV, damit ein Stromausfall mitten im Backup keine kaputten Dateisysteme hinterlässt.
Werbehinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.