NAS-Kaufratgeber für Einsteiger: 2 Bay, RAID, Fertiggerät oder Eigenbau

Veröffentlicht am 22. Juni 2026

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Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein kleiner Server, dessen einziger Zweck Speicher im Netzwerk ist: zentrale Ablage, Foto-Backup vom Handy, Time-Machine-Ziel, Datensicherung der Familie. Für den Einstieg muss man drei Dinge entscheiden.

1. Wie viele Einschübe?

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2. RAID ist kein Backup

Das ist der wichtigste Satz im ganzen Ratgeber. RAID schützt vor Plattenausfall, nicht vor versehentlichem Löschen, Ransomware, Blitzschlag oder Diebstahl. Ein NAS braucht also zusätzlich eine Sicherung — auf eine externe USB-Platte, in die Cloud oder auf ein zweites NAS. Siehe dazu den Ratgeber zur 3-2-1-Regel.

3. Welche Festplatten?

Für NAS-Dauerbetrieb nimmt man NAS-taugliche Platten (z. B. WD Red Plus, Seagate IronWolf, Toshiba N300). Sie sind auf 24/7, Vibration im Verbund und längere Garantie ausgelegt. SMR-Platten meiden — sie brechen bei RAID-Rebuilds in der Schreibrate ein.

Faustregeln:

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Fertig-NAS oder Eigenbau?

Fertig-NASMini-PC + Software (TrueNAS, OMV)
EinrichtungAssistent, in 30 Minuten fertigmehr Handarbeit
Stromverbrauchsehr niedrigniedrig bis mittel
Flexibilitätbegrenzt auf Hersteller-Appsvolle Kontrolle, Docker, VMs
Preis pro TBhöherniedriger bei größeren Setups
Langzeit-UpdatesherstellerabhängigCommunity/LTS

Für die meisten Einsteiger ist ein Fertig-NAS mit 2 Bay die richtige Wahl: wenig Aufwand, geringer Verbrauch, gute Handy-Apps fürs Foto-Backup. Wer ohnehin einen Heimserver betreibt und tiefer einsteigen will, fährt mit

einem 4-Bay-Gehäuse und OpenMediaVault

langfristig günstiger und flexibler.

Checkliste vor dem Kauf

  1. Kapazitätsbedarf für die nächsten 3–4 Jahre grob schätzen, dann verdoppeln.
  2. 2 Bay + RAID 1, wenn unsicher.
  3. NAS-Platten, keine Desktop- oder SMR-Modelle.
  4. Backup-Ziel von Anfang an mit einplanen und einrichten.
  5. USV dazu, wenn wichtige Daten drauf liegen (eigener Ratgeber).

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